Kinderarzt, Kinderärzte
Kinderärzte sind nach heutigem Sprachgebrauch Fachärzte für Kinder- und Jugendmedizin.
Die Lehre und Wissenschaft der Kinderheilkunde (Pädiatrie) umfasst die Entwicklung des Säuglings bis hin zum Jugendlichen, die Diagnose seiner Krankheiten und deren medizinische Behandlung.
Die Deutsche Akademie für Kinder- und Jugendmedizin (DAKJ) bildet den Dachverband für alle weiteren pädiatrischen Organisationen. Hierzu zählen neben anderen die Deutsche Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin (DGKJ), die als wissenschaftliche Fachgesellschaft fungiert, sowie der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ). Kinderärzte arbeiten in den pädiatrischen Abteilungen großer Krankenhäuser, in Kinderkliniken oder als niedergelassene Ärzte in einer eigenen Praxis.
Um in Deutschland als Facharzt für Kinder- und Jugendmedizin anerkannt zu werden, benötigt man zusätzlich zu einem abgeschlossenen Medizinstudium eine Weiterbildung, die innerhalb von fünf Jahren absolviert werden kann. Hierbei durchläuft der angehende Kinderarzt innerhalb von vier Jahren verschiedene Bereiche in der Kinderklinik, unter anderem auch in der Kinderpsychiatrie und auf der Intensivstation. Darüber hinaus kann er sich ein Jahr bei einem niedergelassenen Fachkollegen oder im öffentlichen Gesundheitswesen weiterbilden. Ferner ist es erforderlich, den Nachweis über festgelegte Untersuchungs- und Therapieformen zu erbringen, sowie eine mündliche Prüfung abzulegen. Nach der Facharztprüfung ist es möglich, weitere Spezialisierungen im Bereich Orthopädie, Nierenheilkunde, Kardiologie, Onkologie, um nur einige zu nennen, zu erreichen. Die Fachgebiete Kinderchirurgie und -psychiatrie bilden eigenständige Bereiche, für die eine gesonderte Prüfungsordnung gilt.
Berufsfeld des Kinderarztes
Zum Tätigkeitsfeld des Kinderarztes gehören Vorbeugung, Diagnose und Behandlung von Erkrankungen des heranwachsenden Kindes. Hierzu zählt auch die Beurteilung der körperlichen, geistigen, psychischen und sozialen Entwicklung seiner jungen Patienten. Bei spezifischen Erkrankungen stellt der Kinderarzt Überweisungen zum Spezialisten oder zu weiterbehandelnden Institutionen aus. Er dient ferner als zentrale Koordinierungsstelle bei ihm werden Gesundheitsdaten von Fachärzten, Kliniken und Therapeuten gesammelt, bewertet und langfristig dokumentiert. Die Kinderärzte kennen sowohl die Krankengeschichte ihrer Klientel als auch ihr soziales Umfeld, hier gehen sie auch Verdachtsfällen bei Missbrauch oder Vernachlässigung nach. Durch die oft langjährige Verbindung zu den Kindern baut sich ein grundlegendes Vertrauensverhältnis auf, was sich optimal auf den Entwicklungs- und Heilungsprozess des Kindes auswirkt.
Bezüglich der Arbeitsmethoden des Kinderarztes sind besonders die körperliche Untersuchung, medikamentöse Behandlung, Impfung, Durchführung von Seh- und Hörtests, Gesundheitsberatung, zum Beispiel zu den Themen Ernährung, Leistungsfähigkeit und Verhalten sowie der Ultraschall zu nennen.
Text erstellt und veröffentlicht von der Werbeagentur Büdingen am 10.01.2012
Eventuell gleichlautende Textpassagen sind rein zufällig und nicht gewollt.